Reinigungsflug

Mein zweites Bienenjahr ist vorüber und ich habe wieder eine Menge dazu gelernt. Das Volk vom letzten Jahr ist gut durch den Winter gekommen und gleich am ersten warmen Tag startete das Volk ihren Reinigungsflug

Tag 1 bis 8

Aus dem Pappkarton in die neue Behausung, einmal die Beine gestreckt, und schon geht’s los mit dem Wachsen: Fressen, Trinken, Schlafen, Häufchen absetzen. Wachteln verdoppeln in den ersten Lebenswochen fast wöchentlich ihr Volumen, aus dem kuscheligen Flaum sprießen spitze Federkiele und entfalten sich zu den späteren Schwingen. Der süße Pürzel am Hintern wird mal Schwanzfeder.

Die Babys sind da!

Nachdem im Februar unsere Granddame Mimi mit stolzen fünf Jahren auf dem gefiederten Buckel das Zeitliche gesegnet hat und die restlichen fünf Damen auch schon die rechnerische Wachtel-Lebensmitte überschritten haben, haben wir uns entschieden, wieder Tagesküken aufzuziehen.

Bisher nutzte ich für die ersten 14 Tage ein altes Aquarium mit einer Wärmelampe. In Betrieb stellte sich allerdings heraus, dass der Wärmestau in dem Becken zeitweise sehr hoch war.

Vor kurzem war ich auf einem Vortrag mit dem Titel ,,Die Varroa-Milbe, das unbekannte Wesen" Mythen, Fakten, erfolgreiche Bekämpfung. Der Vortrag wurde von Dr. Jens Radtke (Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf) referiert und gab mir einen sehr guten Einblick über das Wesen und die Lebensweise der Varroa-Milbe im Zusammenhang mit dem Leben der Honigbiene in der Haltung einer heute üblichen Bienenbeute. 

Mit Wespen hatte ich bisher vor Kurzem nur unangenehme Bekanntschaft gemacht. Die immer wiederkehrenden Meinungsverschiedenheiten um den Besitz von Lebensmitteln – ganz besonders den süßen Lebensmitteln – erschweren das friedliche Nebeneinander unheimlich. Ganz besonders, wenn ein Wespennest direkt über der Terrasse gebaut wurde. Im letzten Sommer fielen uns an der neu gebauten Insektentränke ein paar Wespen auf, die irgendwie anders wirkten. Sie waren etwas dünner, hatten eine schmalere Taille und ganz erstaunlich lange Hinterbeine. Besonders beim Herumschwirren sahen die herabhängenden Beine unfassbar putzig aus.

Ich weiß nicht ob das irgendwie mit dem Klimawandel zu tun hat oder ob es daran liegt, das wir anderes Futter angeboten haben. Auf jeden Fall haben wir bisher fast ausschließlich Haussperlinge an unseren Futterstationen oder im Garten beobachten können. Lediglich 2 Sumpfmeisen verirrten sich zwischendurch mal hier her, wobei die beiden Vögeln nur an der alten Sonnenblume zu beobachten waren.
Dafür hat sich die Anzahl der Spatzen deutlich erhöht. Als wir die Zahl 30 bei der heutigen Vogelzählung vom NABU eingetragen haben, konnten wir es selbst nicht glauben. 

Seit ca. 5 Jahren halten wir jetzt Wachteln. Immer so 5 bis 7 Tiere auf einen Raum von 1,2 m x 2m. Alle 1 bis 2 Wochen haben wir den Stall gereinigt, was heißt ... Stroh raus, Sand sieben, neues Stroh rein. Von Krankheiten und Milben sind wir bisher verschont geblieben. Bisher!

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