Head Wachteln

Tag 1 bis 8

Aus dem Pappkarton in die neue Behausung, einmal die Beine gestreckt, und schon geht’s los mit dem Wachsen: Fressen, Trinken, Schlafen, Häufchen absetzen. Wachteln verdoppeln in den ersten Lebenswochen fast wöchentlich ihr Volumen, aus dem kuscheligen Flaum sprießen spitze Federkiele und entfalten sich zu den späteren Schwingen. Der süße Pürzel am Hintern wird mal Schwanzfeder.

Die Babys sind da!

Nachdem im Februar unsere Granddame Mimi mit stolzen fünf Jahren auf dem gefiederten Buckel das Zeitliche gesegnet hat und die restlichen fünf Damen auch schon die rechnerische Wachtel-Lebensmitte überschritten haben, haben wir uns entschieden, wieder Tagesküken aufzuziehen.

Bisher nutzte ich für die ersten 14 Tage ein altes Aquarium mit einer Wärmelampe. In Betrieb stellte sich allerdings heraus, dass der Wärmestau in dem Becken zeitweise sehr hoch war.

Seit ca. 5 Jahren halten wir jetzt Wachteln. Immer so 5 bis 7 Tiere auf einen Raum von 1,2 m x 2m. Alle 1 bis 2 Wochen haben wir den Stall gereinigt, was heißt ... Stroh raus, Sand sieben, neues Stroh rein. Von Krankheiten und Milben sind wir bisher verschont geblieben. Bisher!

Ursprünglich wollten wir auf unserem „kleinen Hof“ ein paar Hühner als Nutztiere halten. Bei unseren allabendlichen Diskussionen über die unterschiedlichen Rassen (es sollte eine alte Zweinutzungsrasse sein) und über die tierfreundliche Haltung (viel Platz) sind wir zu dem Schluss gekommen, das wir es erst mal mit viel kleineren Tieren versuchen sollten.

Wachtelküken

Die ersten 5 Wachteln hatten wir als 8 Wochen alte Jungtiere bei Anna in Buckow gekauft. Das war zwar schon unglaublich süß, aber wir wollten unbedingt selbst aufziehen. Da man den Wachteln das Brüten abgezüchtet hat und wir wegen ein paar neuen Tieren nicht unbedingt eine Brutmaschine kaufen wollten, orderten wir bei unsere Geflügelfachfrau ;) ein paar Eintageskücken. Am Tag der Schlupf fuhren wir mit einem mit Wärmflasche bestückten Karton bei der Züchterin an und suchten uns 5 kleine Felderknäule aus.

Geschlachtet Wachtel

So, mal fürs Erste. Wer kein Blut sehen kann, oder sich der Realität von Tieren und deren Produkten als Nahrungsmittel verweigert, sollte diesen Artikel überspringen. Oder vielleicht doch nicht? Vielleicht sich einfach mal ansehen, das bei der Eierproduktion drum herum noch so alles passiert? 
Wer Eier ißt, sollte sich darüber im klaren sein, das für jedes eierlegende Huhn auch ein Hahn geboren wird. Also so über den Daumen gepeilt, kommt dann auf ein Weibchen eben ein Männchen. So ist eben die Natur. Doch das Aufziehen der Hähne ist zu teuer und deshalb werden die Jungs getötet. In der Massenproduktion landen die Tiere im Schredder und davon hab ihr ja bereits gehört. Im Supermarkt kann man das herrlich verdrängen. Ein 10er-Pack Eier in dein Einkaufswagen, bezahlen, fertig.

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