Einen Blick über den Gartenzaun

2017 startete die GRÜNE LIGA Berlin eine Aktion, in der sie sich auf die Suche nach den schönsten giftfreien Gärten in Deutschland machten. Es wurden engagierte Gärtner_innen jeglicher Couleur dazu aufgerufen, sich in den Kategorien Nutz-, Zier- oder Gemeinschaftgarten zu bewerben.
Ich hatte nicht so viel Lust daran teilzunehmen, da ich kaum Chancen sah, das ein so junger Naturgarten überhaupt in die engere Auswahl fallen könnte. 

Als wir das Grundstück übernommen haben, wollte ich endlich alle meine Haustierträume verwirklichen. Ich wollte Hühner, Katzen oder Hasen, wieder ein Aquarium und einen Papagei.
Aber es kommt ja immer anders als du denkst.
Vom Papagei habe ich die Finger gelassen, ein so prachtvolles Tier in eine Wohnung sperren, fand ich dann doch keine gute Idee. Statt der Hühner sind wir bei Wachteln gelandet. Die haben wir ursprünglich angeschafft, um mal die „Gefiederhaltung im Kleinen“ auszuprobieren. Tja, und was soll ich sagen: Die selbst aufgezogenen Federbündel haben unser Herz erobert. (Mehr dazu bei den einzelnen Artikeln)

Ein Garten lebt auf

Beim Einzug vor vier Jahren bestand der Garten aus Rasen/Gras und mit Rindenmulch bedeckten Beeten. Wenige Stauden und Obstbäume waren vorhanden, aber seit Jahren nicht gepflegt.
Inzwischen haben wir den Garten in Zonen aufgeteilt (Obstwiese mit Bienen- und Vogelnährgehölzen, Gemüsegarten, Bestäubungszone (Wild-und Bauerngarten-Stauden und -Blumen). Im ersten Jahr krabbelten zu Ostern hunderte von Wildbienen aus dem Boden. Der Garten war doch nicht so tot, wie er aussah. Für unsere Sandbienen halten wir seitdem einen Teil der Fläche offen.

Schon als kleines Kind habe ich immer ich gerne über die Zäune anderer Gartenbesitzer geblickt und mich dabei gefragt, ob ich jemals in den Genuss eines eigenen Gartens kommen könnte. Ich staunte über die vielen Möglichkeiten der Gartengestaltung. Häufig wurden Hecken wie an der Schnur ausgerichtet in Form getrimmt, Buxbäumchen eine Kugelform verpasst und Rasen wurde Zentimetergenau gemäht.
Rosen standen in einem Bereich, Blumenrabatten im Anderen und möglichst alles nach Farbe sortiert. Mir ist nicht wirklich aufgefallen, das Löwenzahn und Gänseblümchen sich nicht einfach im Rasen aufhalten durften.

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