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Beim Einzug (2015) Jahren bestand der Garten aus Rasen/Gras und mit Rindenmulch bedeckten Beeten. Wenige Stauden und Obstbäume waren vorhanden, aber seit Jahren nicht gepflegt.

Inzwischen haben wir den Garten in Zonen aufgeteilt (Obstwiese mit Bienen- und Vogelnährgehölzen, Gemüsegarten, Bestäubungszone (Wild-und Bauerngarten-Stauden und -Blumen). Im ersten Jahr krabbelten zu Ostern hunderte von Wildbienen aus dem Boden. Der Garten war doch nicht so tot, wie er aussah.

Für unsere Sandbienen halten wir seitdem einen Teil der Fläche offen.

In einem Obstbaukurs bei Josef Weimer haben wir die Sprache der Obstbäume gelernt und pflegen sie entsprechend. Leider sind sie viel zu lange missachtet worden. Der Zwetschgenbaum ist nicht mehr zu retten, er darf als Refugium für Insekten und Höhlenbrüter stehen bleiben.

Den Boden der Ertragszonen wurde mit Mulch und Pferdemist aufgebessert.

Wildkräuter dürfen stehen bleiben, was zu viel ist, wird als Wildkräutersalat, -suppe und -soße verspeist. :) Den Aufbau des Steinunterschlupfs haben wir aus einem Schweizer Schaugarten.

Die Obstwiese magern wir ab, außer auf den Baumscheiben. Gemüse darf teilweise blühen und sich versäen - die Bienen lieben das Radieschen, das jetzt überall rund ums Jahr wild wächst. Es kommen uns keine F1-Hybride in den Garten!

Jeden Tropfen Regen in der sehr trockene Region, der nicht versickert (die Regenrinnen sind zum Glück nicht ans Abwasser angeschlossen!) sammeln wir zum Gießen. Wir tauschen Samen und teilen Erfahrungen mit Freund_innen und Nachbar_innen.

Exotische Pflanzen?

Möglichst nicht! Soweit wir es wissen, vermeiden und entfernen wir sie (z. B. kanadische Goldrute, Japanischer Knöterisch, drüsiges Springkraut). Beim Schmetterlingsflieder sind wir nicht sicher - viele Naturschaugärten haben ihn, die Schweizer hassen ihn. 

Welche Tiere leben im Garten? 

Vögel von Distelfink über Eichelhäher bis zur Mehlschwalbe; Igel, Eidechsen, Blindschleichen, Wildbienen + Hummeln, Fledermäuse, Spitzmäuse, Schmetterlinge (dieses Jahr ein Schwalbenschwanz!) und Insekten aller Art 

Mischkultur

Das sind die Bücher, die uns am meisten inspiriert haben und an denen wir uns orientieren:

  • „Mischkultur im Hobbygarten“ – Sr. Christa Weinrich (nachdem wir mit der Reihenmischkultur von Gertrud Franck nicht so gut zurechtkamen)
  • Markus Gastls „Drei-Zonen-Garten“ (Wald/Baum/Beeren - Bestäubungszone – Ertragszone)
  • Permakultur-Elemente aus Kurt Forsters „Mein Selbstversorger-Garten am Stadtrand“ (z. B. Moorbeet, Tiefbeet und Amphibienteich, letztere in Planung)
  • Milpa (Mais, Bohnen, Kürbisse)
  • Pflanzenschutz und Stärkung
  • Brennnessel-, Beinwell-, Schachtelhalmjauchen; Rapsölspritzung gegen Birnenpockenmilbe, Kratzen, Weißeln und Ummanteln der Obstbaumstämme; Tomatenblattauszug und Netze gegen Kohlweißlinge, Hochbeete 

Pflegemaßnahmen

  • monatliches Mähen von wechselnden Flächen und Wegen in der Obstwiese
  • Baumschnitt nach Josef Weimer
  • Laub wird teilweise geharkt und auf die Gemüsebeet verteilt, Fallobst wird nur teilweise auf den Kompost gebracht.

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